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Die Pelzboerse .....(M)eine Welt für Pelze und mehr...
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Hier finden Sie Beiträge zu folgenden Themen (bitte klicken Sie einfach auf das Thema): - Warum ist Pelz so angenehm zu tragen ?
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-Wissenswertes rund um Pelz-
Eine kleine Vorabbemerkung: Die folgenden Tipps und Hinweise haben wir der Fachliteratur entnommen. Sicherlich haben wir -gerade was das Lexikon angeht- nur einen Teil abgedeckt. Auch hier gilt: Ihre Tipps, Anregungen und Vorschläge zur Erweiterung des Lexikons sind uns sehr willkommen !!
Warum ist Pelz so angenehm zu tragen ?
Pelz atmet mit Haut und Haaren, speichert Wärme und gleicht sie aus, so dass nie ein Hitzestau entsteht, und stellt quasi automatisch ein ausgewogenes Verhältnis von Temperatur und Feuchtigkeit her. Dieser Temperaturausgleich funktioniert in beide Richtungen, so dass man Pelze je nach Vorliebe mit der Haar- wie mit der Lederseite nach außen tragen kann.
Die Natur hat den Pelz mit einem besonderen klimatisierenden Effekt ausgestattet: In der Lederhaut eines Felles wurzeln verschiedene Haarqualitäten. Die kürzere, feiner strukturierte Unterwolle bildet durch Kräuselungen winzige Luftkammern, die für Wärme und Isolierung sorgen. Die stärkeren Grannen- oder Deckhaare an der Oberfläche dagegen stoßen Wasser ab und verschließen die Luftkammern nach außen.
Rund 900 000 Tonnen Altkleider werfen die Menschen in Deutschland jährlich weg: kurzlebige Bekleidung die nicht mehr passt – die nicht mehr gefällt, da sie für einen nur wenige Jahre dauernden Modezyklus gemacht ist, und vor allem Bekleidung von einer chemischen Beschaffenheit, die Sondermüll darstellt und die kaum zu entsorgen ist.
Pelze kommen in diesem Berg von Bekleidungsmüll so gut wie gar nicht vor, da Pelz alle Eigenschaften besitzt, die ihn zu einem Ökoprodukt ersten Ranges machen:
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Zweifelsohne beginnt Luxus da, wo Nutzen und Zweck enden. Ein Bekleidungsstück
wird in erster Linie nach seiner Zweckmäßigkeit ausgesucht. Niemand wird für die
Sommermonate einen Fellmantel kaufen, um sein Luxusbedürfnis zu befriedigen. Man
wird sich immer zuerst fragen, für welche Jahreszeit, für welche Temperaturen,
für welchen Zweck wird wärmende Bekleidung gebraucht. Für den Übergang der
Jahreszeiten wird man leichtere, flachere Felle bevorzugen, für den strengen
Winter oder den Wintersport dem Langhaarpelz wie Waschbär und Fuchs den Vorzug
geben. Und für stürmisches Regenwetter könnte eine nappabeschichtete
Lederaussenseite mit fellgewachsenem Innenleben das Richtige sein.
Ist also die Frage der Zweckmäßigkeit geklärt, kommt das Bedürfnis nach Luxus
auch noch zum Zuge. Denn Luxus ist das Seltenere, das Aufwendigere und kostet
auch immer etwas mehr. So sucht man sich den Luxus der begehrten Fellart, die
jeweils in Mode ist (schwarzer Persianer! - Silberfuchs! - Nerz!) und die auf
Grund der starken Nachfrage entsprechend teurer ist. Luxus der besonderen
Fellveredlung wie einer aussergewöhnlichen Farbstellung oder einer Strukturschur
(waffelartige Optik bei Bisam). Luxus der raffinierten kürschnerischen
Verarbeitung, der ungewöhnlichen Formgebung.
Ein einfacher Nerzmantel kann in 30 Arbeitsstunden entstehen, ein ausgelassener
Nerzmantel benötigt insgesamt 90 bis 130 Arbeitsstunden- und wird
dementsprechend teuerer. Pelz als ein reines Symbol für die Begierde nach Luxus
zu halten wäre demnach reichlich einfältig. Es gibt kaum ein Produkt des
täglichen Bedarfs in unserem heutigen Leben, welches Nutzen, Zweck und Luxus so
vereint wie Pelz.
Wer Felle nutzt - Wer
Pelze trägt - handelt ökologisch richtig!
Ausgelassen: ist ein Pelz, dessen Felle der Kürschner durch Schneiden in schmale Streifen, seitliches Verrücken und Wieder-Zusammennähen auf die volle Länge eines Modells gebracht hat
Doppelnamen: bedeuten, dass einfachen Fellen durch Spezialbehandlung das Aussehen eines wertvolleren Fells gegeben wurde. Dabei steht die ursprüngliche Fellart immer nach dem Bindestrich. Ein Nerz-Bisam ist also ein nerzartig bearbeiteter Bisam.
Galoniert: sind Pelze, wenn sie sich zwischen den Fellteilen mit schmalen Leder- und Textilstreifen präsentieren. So können zum Beispiel Langhaar-Pelze schlanker und leichter werden.
Hochgeschoren: sind Felle, bei denen der Veredler nur die oberen Teile der Grannen, also der Deckhaare, entfernt hat. Im Gegensatz steht der Tiefschur, bei der auch die Unterhaare gekürzt werden.
Läutern: nennet der Fachmann das trockene Entfetten und Weichmachen des Fellwerks im Haar wie im Leder, das bei jeder Spezialreinigung wiederholt wird.
Naturell: bedeutet, daß die Felle nicht gefärbt worden sind.
Reversible: ist ein Pelz, der wahlweise mit der Haar- oder der Lederseite nach außen getragen werden kann.
Stücken, Klauen, Schweife: aus ihnen entstehen preisgünstigere Pelze. Sie müssen entsprechend klar gekennzeichnet sein.
Veloutiert oder nappiert: ist ein Fellwerk mit einer so speziell veredelten Kehrseite, daß man auch gern den rauhen oder glatten Ledergrund vorzeigt.
Wamme: nennt der Kürschner die Bauchseite eines Fells, im Gegensatz zum Rücken.
- Gönnen Sie Ihrem Pelz im Schrank viel Luft und Platz
-Hängen Sie ihn auf einen breiten Bügel zur Vermeidung von Druckstellen. Ein Pelz will atmen - er gehört nicht in einen Plastiksack sondern in ein luftdurchlässigen Kleidersack (z.B. aus Baumwolle). So schützen Sie Ihren wertvollen Pelz ausserdem vor Staub
- Wenn der Pelz nass ist, rütteln Sie ihn das Wasser heraus und hängen Sie ihn an einen trockenen Platz . Regen und Schnee schüttelt ein Pelz mit Leichtigkeit ab
- Lassen Sie nie einen nassen oder auch trockenen Pelz nähe von Wärmequellen hängen. Pelz mag keine Hitze, da diese das Unterleder austrocknet. Normale Raumluft reicht völlig aus
- Verwenden sie niemals eine Bürste oder einen Kamm, um Staub oder Nässe zu entfernen
- Ihr Pelz sollte von einem Fachmann (Kürschner) gereinigt werden. Geben Sie Ihren Pelz nie in die chemische Reinigung !
- Risse im Pelz sollten sofort von einem professionellen Kürschner/Pelzhändler repariert werden. Auf keinen Fall den Riss mit Kleber selber bearbeiten
- Vermeiden Sie Scheuerstellen von Sicherheitsgurten oder Taschenriemen. Im Auto den Pelz am besten auf den Rücksitz legen. Kleinere Schönheitsfehler kann ein Kürschner professionell bearbeiten
- Pelz sollte an einem dunklen, luftigen Ort aufbewahrt werden. Zuviel Licht kann die Farbe des Felles verblassen. Im Sommer bringen Sie Ihren Pelz deshalb am besten zu einem Fachmann für eine professionelle Aufbewahrung
- Streichen Sie auch einmal gegen den Strich, um die Haare wieder zu lockern
- Vermeiden Sie die Insektenvertilgungsmittel und andere Chemikalien auf Ihrem Pelz (einschließlich Duftstoffe oder Haarspray) direkt auf ihren Pelz. Duftstoffe enthalten Spiritus, der die Häute austrocknen kann. Sobald ein Duftstoff sich in Ihren Pelz hält (einschließlich der Zeder von einem Zederkasten) er könnte dort bleiben. Öle im Leder Ihres Pelzes können ranzig werden und riechen
- Spätestens alle 2 Jahre gehört der Pelz in die Hand eines Experten: in einem speziellen „trockenen Läuterverfahren“ (sieh oben) wird er gereinigt und aufgefrischt
- Bei Flecken, Knickstellen oder anderen Problemchen nicht zur Selbsthilfe greifen, sondern den Fachmann Ihres Vertrauens fragen
Und letztlich.... Führen Sie Ihren Pelz bitte so oft wie möglich aus! Tragen Sie gerade die echten Felle bei Kälte – Sie und Ihr Pelz werden sich sehr wohl fühlen. Versprochen !!!!